Dass Veränderungen in dem politischen Tun und Handeln für die Zukunft erforderlich sind, darauf haben die Bürger der Republik in den letzten Monaten in extremer Weise hingewiesen. Die CDU hat diese Aufforderung angenommen und in einer seit langer Zeit nicht mehr dagewesenen Vorgehensweise praktiziert. In der Regionalkonferenz am 27.11.2018 in Böblingen hatten sich mehrere Magstadter CDU-Mitglieder von der Wirksamkeit des Aufbruchs in der CDU persönlich überzeugt. Damit ist der erste Gewinner dieser politischen Auseinandersetzung die CDU als Partei der Mitte, die letzte große Volkspartei in Europa. Sie hat diese Aufgabe angenommen und mit der Umsetzung begonnen. Und um diese Aufbruchsstimmung beneiden uns die politischen Gegner.

Mit einer letzten Rede vor den 999 Delegierten hatten nun die drei Kandidaten Annegret Kamp Karrenbauer, liebevoll AKK genannt, Friedrich Merz und Jens Spahn am 07.12.2018 auf dem Bundesparteitag der CDU in Hamburg die Möglichkeit, sich und ihren Anspruch auf die Parteiführung noch einmal zu untermauern.

AKK überzeugte in einer flammenden Rede, mit der sie die Delegierten sowohl emotional als auch inhaltlich mitnahm. Sie zeigte ihre Kompetenz in der Sache, begründet auf ihre lange Erfahrung sowohl in verschiedenen politischen Ämtern als auch in der Funktion als Ministerpräsidentin. Auch ließ sie keinen Zweifel daran, mit welchen Sachthemen sie die Gesellschaft konfrontiert sieht und auf welche dringenden Fragen der Bürger die CDU als politische Partei Antwort geben muss.

Friedrich Merz überzeugte die Delegierten durch die hohe Sachlichkeit, mit der er die gleichen Themen ansprach wie AKK. Zeitweise konnten man vermuten, dass Beide das gleiche Konzept für ihre Rede besaßen. Auch er ließ keinen Zweifel daran, dass er ausreichend Sacherfahrung in allen Fragen besitzt, ausgehend von seiner politischen Vergangenheit bis zur Fraktionsführung der CDU als auch durch sein äußerst erfolgreiches Wirken in der Finanzwelt und der Industrie.

Jens Spahn überzeugte die Delegierten mit dem Aufruf, den Mut zu Veränderungen zu zeigen und zu leben. Sein Angebot an die Menschen ist der Generationenwechsel in der Partei. Als Beispiel nannte er die Tatsache, dass es mehr Menschen in der CDU älter als 75 Jahre gäbe als unter 40-Jährige. Das muss sich ändern. Er beschwor die Zukunft, in der die Partei zwingend das Vertrauen der Menschen zurückgewinnen muss.

Im ersten Wahlgang gab es für keinen Bewerber eine absolute Mehrheit. Damit schied Jens Spahn als Drittplatzierter aus und im zweiten Wahlgang gab es dann eine hauchdünne Mehrheit für Annegret Kramp-Karrenbauer. 18 Stimmen fehlten Friedrich Merz zum Sieg, weniger als 2%. Das zeigt, dass hier nicht einer verloren hat, sondern dass es zwei gleichstarke Gruppierungen in der Partei gibt.

Damit gratulieren wir Annegret Kamp-Karrenbauer zur Übernahme der Verantwortung als Vorsitzende der CDU, der größten Europäischen Volkspartei. AKK bedankte sich sehr emotional gerührt bei den Delegierten. Und um die Reihen in der Partei zu schließen und in der Zukunft eine gemeinsame Sprache zu sprechen, holte sie sich Paul Ziemiak als Generalsekretär an ihre Seite. Paul Ziemiak, bisher Bundesvorsitzender der jungen Union, ist ein Verfechter der Merz- und Spahn-Seite in der CDU. AKK bekräftigte, dass sie nicht Merkel 2.0 ist und ihr eigenes Profil glaubhaft einsetzen werde. Das hat sie in der Zeit der Bewerbung bereits gezeigt und direkt nach der Wahl auch bereits umzusetzen begonnen.

Die neue Führung versprach, den Geist des Aufbruches, der in den letzten Monaten zu spüren war, weiter zu fördern. Dieser Geist muss unser Land prägen. Das Wichtigste dabei ist, dass alle gemeinsam diese Aufbruchsstimmung als Start in eine neue Kultur der CDU verstehen und betreiben. Nun müssen wir alle gemeinsam dafür kämpfen, egal zu welchem „Lager“ man sich zählt, weil es uns nicht egal sein darf, wie wir in Zukunft in diesem Land leben können. Wäre die Wahl anders ausgegangen, hätte es eben so viel Enttäuschung gegeben. Deshalb ist weglaufen oder gar austreten die falsche Lösung. Nur alle gemeinsam werden wir die Zukunft in Sinne unserer christlichen Grundordnung bewältigen.

Alle drei Kandidaten bedankten sich bei der scheidenden Vorsitzenden und Kanzlerin Angela Merkel für ihren Einsatz, ihren Mut, ihre Weitsicht und die Geduld, mit der sie zu Recht zur mächtigsten Frau der Welt aufgestiegen ist. Angela Merkel zeigte sehr deutlich, dass es für sie eine Ehre war, dieser Partei so lange vorzustehen und zu dienen.

Über die Inhalte der kommunalen CDU-Politik in Magstadt können sich alle Bürger unter www.cdu-magstadt.de im Internet informieren. Wir laden alle Bürger und Bürgerinnen dazu ein. Es besteht auch die Möglichkeit, sich über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! per E-Mail bei uns zu melden. Die nächste Mitgliederversammlung wird am Donnerstag, 31.01.2019 stattfinden.

Für den CDU Gemeindeverband: Joachim Barsch

  Paul Nemeth MdL Kreistagsfraktion Rainer Wieland MdEP Regionalparlament Marc Biadacz MdB